Was kostet UX/UI-Design 2026? Wovon das Budget abhängt

Fast jedes erste Gespräch mit einem Kunden beginnt mit derselben Frage: Was kostet das Design? Die ehrliche Antwort „kommt darauf an“ hilft niemandem weiter. Schauen wir uns deshalb an, wovon das Budget tatsächlich abhängt. Alles unten beruht darauf, wie wir echte Projekte in unserem Rechner kalkulieren.
Die kurze Antwort
Der Preis ergibt sich aus Arbeitsumfang mal Stundensatz, und den Umfang können Sie beeinflussen. Reines Design ohne Entwicklung wächst vom kleinsten bis zum größten Auftrag so:
- Mobile App für eine Plattform mit einfachem Design
- Website auf Basis eines bewährten Designsystems
- Mobile App mit individuellem Design
- Website mit komplett individuellem Design
- individuelles App-Design für iOS und Android
Bei knappem Budget gibt es eine schlankere Stufe, in der wir auf fertige Komponenten setzen und weniger Arbeit ins Design fließt. Der Rechner zeigt immer eine Spanne von ±15 % um die Schätzung, denn die genaue Zahl steht erst nach dem Briefing fest.
Wofür Sie eigentlich bezahlen
Design heißt nicht, hübsche Screens zu zeichnen. Die Arbeit verteilt sich auf mehrere Aufgaben, und jede davon spart später Geld:
- Recherche: wer die Nutzer sind, was die Konkurrenz macht, wo Menschen heute hängen bleiben
- Informationsarchitektur und User Flows, damit jeder Screen einen Grund hat, zu existieren
- Wireframes, in denen die Struktur steht, bevor jemand über Farben diskutiert
- visuelles Design aller wichtigen Screens in Desktop- und Mobilversion
- ein UI-Kit mit Komponenten und Zuständen, damit die Entwickler nicht raten müssen
- ein klickbarer Prototyp, um die Idee an echten Menschen zu testen
- Übergabe und Design-Begleitung, während das Produkt entsteht
Der klassische Sparversuch: die ersten drei Punkte streichen. Die Screens sehen gut aus, das Produkt verkauft sich nicht, und das Redesign kostet am Ende mehr, als die Recherche gekostet hätte.
Fünf Faktoren, die den Preis bewegen
Einzigartige Screens, nicht Seiten. Fünfzig Blogartikel teilen sich ein Template und zählen deshalb als ein Screen. Katalogseite, Produktseite, Warenkorb und Checkout sind dagegen vier. Je mehr eigene Templates Sie brauchen, desto größer wird der Auftrag.
Individuell oder auf Systembasis. Ein eigenes Designsystem dauert mehr als doppelt so lange wie ein solider Satz bestehender Komponenten. Das lohnt sich für ein Produkt mit langer Lebensdauer und starker Marke. Für eine Landingpage, die in einem Monat live gehen muss, meist nicht.
Plattformen. Design für iOS und Android gleichzeitig bedeutet fast doppelt so viel Arbeit wie für eine Plattform. Jede hat ihre eigenen Navigationsmuster, und Nutzer merken sofort, wenn sich eine App fremd anfühlt.
Stand der Marke. Wenn es noch kein Logo, keine Farben und keine Schriften gibt, muss zuerst das Branding her, und das ist ein eigenes Projekt.
Abstimmungen. Drei Stakeholder mit unterschiedlichen Meinungen bedeuten eine zusätzliche Korrekturschleife pro Screen. Eine Person, die entscheidet und ein klares Briefing mitbringt, ist die günstigste Optimierung überhaupt.
Festpreis oder nach Stunden?
Wir arbeiten in drei Modellen. Ein Festpreis passt zu Projekten mit klarem Umfang: eine Landingpage, eine Unternehmenswebsite, ein Redesign mit dokumentierten Anforderungen. Budget und Termin kennen Sie von Anfang an. Time & Material eignet sich für ein Produkt, dessen Umfang sich unterwegs ändern wird: Sie zahlen die tatsächlich geleisteten Stunden und können Prioritäten zwischen den Sprints verschieben. Ein Dedicated Team ist für Unternehmen gedacht, die ihr Produkt laufend weiterentwickeln und Designer brauchen, die direkt in ihren Prozessen mitarbeiten.
Wie Sie nicht zu viel bezahlen
Kommen Sie mit einem Briefing. Schon ein einseitiges Dokument mit Ziel, Zielgruppe, ein paar Websites, die Ihnen gefallen, und ein paar, die Ihnen nicht gefallen, senkt die Schätzung, weil niemand raten muss.
Teilen Sie die Arbeit in Phasen. Gestalten Sie zuerst das MVP, bringen Sie es zu den Nutzern und bauen Sie dann aus. Screens zu polieren, die niemand getestet hat, ist die teuerste Art von Design.
Fragen Sie, was enthalten ist: wie viele Korrekturschleifen, ob die Mobilversionen im Preis inbegriffen sind, ob Sie ein UI-Kit und die Quelldateien bekommen. Zwei Angebote, die sich um die Hälfte unterscheiden, beschreiben oft ganz unterschiedliche Leistungen.
Und seien Sie vorsichtig bei einem kompletten Website-Design zum verdächtig niedrigen Preis. Zu diesem Preis bekommen Sie meist ein Template mit Ihrem Logo darauf. Das ist völlig in Ordnung, solange alle es auch so nennen.
So kommen Sie zu Ihrer eigenen Zahl
Öffnen Sie unseren Projektrechner, wählen Sie Produkttyp, Designstufe und die benötigten Funktionen, und nach ein paar Minuten sehen Sie eine Preisspanne und einen Zeitrahmen. Danach geht ein Projektmanager die Details mit Ihnen durch und legt die genaue Schätzung fest.